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BR-D-DR: achtziger Jahre
"Vorwärts immer, rückwärts nimmer!" – das letzte Jahrzehnt der Zweistaatlichkeit verlief paradox und endete für die Menschen in der Bundesrepublik und in der DDR unerwartet mit einer staatlichen Einheit und der zunächst euphorischen Feststellung: "Wir sind ein Volk!". Den Lehrenden mögen die achtziger Jahre noch sehr gegenwärtig sein, für die Lerne... mehr
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Konrad H. Jarausch
Nation ohne Staat
Von der Zweistaatlichkeit zur Vereinigung
Die Entwicklung beider deutscher Staaten in den 1980er Jahren verlief paradox. Einerseits markierte das Jahrzehnt nach langer politischer Trennung
den Höhepunkt der Zweistaatlichkeit, andererseits brachte sein Ende die unerwartete Wiederkehr der staatlichen Einheit. Wie konnten die Deutschen nach ihrer Abkehr vom diskreditierten Nationalismus so lange ohne gemeinsamen Staat
überleben und sich dann doch wieder zusammenfinden?
Christian Große Höötmann
"Zweierlei Aufbruch"
Die Friedensbewegung in Ost und West
"Schwerter zu Pflugscharen" und "Frieden schaffen ohne Waffen" waren nur einige der wenigen Parolen, die zu Beginn der 1980er Jahre in beiden deutschen Staaten für Aufsehen, Unruhe und Entrüstung sorgten. Was steckte hinter der auffälligen Parallelität dieser Bewegungen,
inwiefern bedingten sie einander und worin unterschieden sie sich?
Ulrich Bongertmann
Welt des Konsum und Konsumwelten
Deutsche "Konsumgesellschaften" im Vergleich
Westliche "Konsumpaläste" gegen dürftige "Konsum"-Läden im Osten – ist das die ganze Wahrheit? Konkurrierende Systeme legitimierten sich mit steigendem Massenkonsum und entwickelten gegensätzliche Konsumkulturen.
Jan-Peter Stöckel
Von der Nische in die Öffentlichkeit
Aus Außenseitern werden Politikgestalter
Dynamik in einer Gesellschaft entsteht immer dann, wenn bereits etablierte Organisationen und Institutionen gezwungen sind, sich mit neuen Ansichten, Ideen und Visionen auseinanderzusetzen. Gerade die Geschichte der
80er Jahre belegt diese Tatsache augenscheinlich – für beide deutschen Staaten. Den Schülern sollte bewusst werden, dass anfänglich im Nischendasein
sich entwickelnde politische Meinungen – sofern sie auf Akzeptanz der Bevölkerung treffen – durchaus
das Potenzial haben können, die Gesellschaft in entscheidender Weise zu beeinflussen.
Detlef Nakath
Schalck, Strauß und die Milliarden
Die deutsch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen in den 80er Jahren
Weil eine Vereinigung beider deutscher Staaten ausgeschlossen schien, blieb der Tausch von materiellen und rechtlichen Zugeständnissen gegen menschliche Erleichterungen die klügste Politik. Doch diese Politik besaß auch ihre Schattenseiten.
Tino Strempel
Botschafter und Werbeträger im Trainingsanzug
Die gesellschaftliche Bedeutung des Sports im Osten und Westen Deutschlands in den 1980er Jahren
In den Jahren der Teilung hatte der Sport neben wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen eine hervorragende politische Bedeutung. Vor diesem Hintergrund werden die gesellschaftlichen Dimensionen des Sports in der BRD und in der DDR betrachtet.
Joachim Gebhardt / Wolfgang Hammer
Kassandra-Rufe
Literatur hüben und drüben
Obwohl die Wege der beiden deutschen Staaten getrennt verliefen, verbinden ähnliche Themen Schriftsteller im Denken und Fühlen: Angst vor dem Untergang der Welt („Katastrophismus“), Einsamkeit und Kälte des Menschen in einer
hochtechnisierten Umwelt und die Rolle des Schriftstellers als unheilverkündende„Kassandra“.
Ulrike Wasser
Jugend, Ideale, Idole
Junge Menschen in Ost und West in den 80er-Jahren
UE Sek I / Materialien Sek II
Helmut Willert
Vom Umgang mit den Anderen
Ausländer in Deutschland in den 80ern
UE Sek I / Materialien Sek II
Ulrich Bongertmann
Didaktisches Vorwort
Die Deutschen in den 1980er Jahren
Selten genug erreicht unser Geschichtsunterricht die 1980er Jahre. Den Lehrenden mag das Jahrzehnt noch sehr gegenwärtig sein, für die
Lernenden ist es schon wieder eine wenig vorstellbare Vergangenheit, die verschwunden ist wie die Mauer und die Zonengrenze. Wie es zum
Umsturzjahr 1989 kommen konnte, wird in Zukunft eine Schlüsselfrage des Unterrichts zur Nachkriegsgeschichte sein.
Karin Lau / Karlheinz Lau
Auf Spurensuche
Was Deutsche über Deutsche dachten (und denken)
Gedankliche Bilder in den 80er Jahren in Ost und West
Ulrich Peper
Geschichte vor Ort
Inszenierungen: Schmidt in Güstrow – Honecker in Bonn
Ende der 1970er Jahre wurde ein neuer Rüstungswettlauf in Gang gesetzt. Die Regierungen in Ost und West gingen im Rahmen ihrer Möglichkeiten eigene, manchmal auch sehr persönliche Wege. Wie wurde politisches Geschehen zwischen den beiden deutschen Staaten inszeniert und anschließend von Historikern bewertet?