Sie befinden sich hier: /Aktuell/Inhalt Heft 03-02
INHALT

Ausgabe Juni
Heft 03/2002
Leider vergriffen!
Pompeji – Antike Lebenswelt
"Pompeji" – Der Alltag in der Antike wird in seinen vielfältigen Fassetten wohl nirgendwo greifbarer und lebendiger zu erfahren sein, als am Beispiel dieser so tragisch untergegangenen Stadt am Rande des Vesuv. Doch die Geschichte dieser römischen Stadt wird weiter fortgeschrieben: Künftige Generationen werden uns auch danach beurteilen, wie wir mi... mehr
Online-Archiv
Hilfe und Informationen zum Download
Online-Archiv
Anmelden
Artikel kaufen
Hilfe zum Download
Klaus Janssen
Pompeji gestern und heute
Die Ausgrabungen in Pompeji lösten in Europa eine regelrechte Hysterie aus. Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein begeisterten sich die gebildeten Kreise für die Arbeiten und die zutage geförderten Funde. War es der Reiz der Katastrophe, der tiefe Einblick in das alltägliche Leben einer römischen Provinzstadt oder die Flut an faszinierenden Zeugnissen der römischen Kunst und Kultur: Ein Besuch der laufenden Ausgrabungen gehörte ebenso zum guten Ton wie die Ausstattung der eigenen Häuser mit Repliken pompejanischer Kunst.
Jens-Arne Dickmann
Pompeji
Antiker Stadtraum und moderne Rezeption
Der Ausbruch des Vesuv 79 n. Chr. war eine der größten Naturkatastrophen der Antike. Was damals tausende Opfer forderte, gilt seit dem 19. Jahrhundert als Glücksfall für die Archäologie. Doch die weit verbreitete Ansicht, durch die zum Teil freigelegten und restaurierten Städte Pompeji und Herculaneum wie durch ein Fenster in die Vergangenheit blicken zu können, führt kaum zu einem wirklichen Verständnis der uns so fremden und manchmal doch scheinbar so vertrauten Lebensweise dieser untergegangenen Zivilisation.
Hans-J. Bäumerich
"Dann treffen wir uns auf dem Forum"
Pompeji und sein Zentrum
Hier boten die Händler und Verkäufer ihre Waren an, hier befanden sich die "Verwaltungsgebäude", die Kurie, der Sitz der Duumvirn und der Aedilen, und hier standen auch die Tempel für die zahlreichen Kulte. Mehr als nur ein reiner Marktplatz war das Forum also unumstrittener Mittelpunkt des wirtschaftlichen, politischen und religiösen Lebens der antiken römischen Stadt. Grund genug, es näher kennenzulernen.
Matthias Aschern
"Im Schatten des Vesuv" – Die letzten Tage von Pompeji
Ein Jugendroman als fächerverbindendes Unterrichtsprojekt (Deutsch/Geschichte)
Die antike Lebenswelt im Geschichtsunterricht anschaulich zu machen, stellt gerade im Rahmen einer problemorientierten Unterrichtskonzeption eine Herausforderung dar. Zwei starke Argumente sprechen für den Einsatz von fiktiven Texten im Geschichtsunterricht: Die Überforderung von Schülerinnen und Schülern durch komplexe antike Textquellen kann vermieden werden. Gleichzeitig ergeben sich Perspektiven fächerverbindender Arbeit.
Jürgen Rettberg
memento mori – Leben mit dem Tod in Pompeji
Die Geburt als Einleitung des Todes – eine antike Vorstellung, die uns nicht mehr geläufig ist. Unser Bewusstsein des Todes hat sich gewandelt. Wir erkennen den Tod nicht mehr als Naturgegebenheit an, versuchen ihn aus unserem Leben zu verdrängen. Der natürliche Umgang mit dem Tod, wie er uns zum Beispiel in Pompeji begegnet, kann besonders für junge Menschen sehr hilfreich sein: Die Thematisierung im Unterricht hilft den Schülerinnen und Schülern womöglich verborgene Ängste abzubauen und eine positive Einstellung zum Leben zu finden.
Annette Puckhaber
Thermen und Theater: Freizeit in Pompeji
Unter dem vulkanischen Basalt Pompejis verbergen sich viele Einblicke in das Alltagsleben einer römischen Stadt. So auch zum Thema "Freizeit". Wie jede Kultur entwickelte die römische ein breites Freizeitangebot für Jung und Alt. Als typische Orte legen Theater und Thermen davon archäologisch Zeugnis ab: das Große Theater, das Odeion und das Amphitheater, die Stabianer Thermen, die Forumsthermen und die Zentral-Thermen. Pompeji eröffnet eine Vorstellung davon, wie der Müßiggang eines Römers tatsächlich ausgesehen hat. Begleiten wir ein fiktives Geschwisterpaar in das antike Pompeji.
Klaus Janssen
Lebensstil und Wohnkultur – Häuser in Pompeji
Kein anderer Bereich des Alltags in der Antike wird in den Ruinen Pompejis so lebendig wie das Wohnen. Trotz fehlender Einrichtungsgegenstände bieten die Räume der Häuser und ihre Ausschmückung mit Fresken und Mosaiken ein großes Maß an Authentizität. Denkt man sich das früher meist nur spärliche Mobiliar hinzu, könnte das Leben sozusagen unmittelbar beginnen. Da das Wohnen für heutige Schülerinnen und Schüler eine alltägliche, jedoch meist unbewusst erlebte Erfahrung darstellt,bietet sich dieses Thema für einen kontrastierenden Vergleich mit den Lebensbedingungen der Einwohner Pompejis besonders an.
Michael Mause
"In trostloser Asche versunken ..."
Historische Quellen zum Vesuvausbruch und der Verschüttung Pompejis
Historische Quellen zum Vesuvausbruch und der Verschüttung Pompejis 79 n. Chr.
Seit jeher ist der Mensch zugleich erschrocken wie fasziniert von Naturkatastrophen, denen er sich trotz modernen technischen Fortschritts, wie zum Beispiel Frühwarnsystemen, bis heute machtlos gegenübersieht. So geschehen auch am 24. August des Jahres 79 n. Chr., als der verheerende Ausbruch des Vesuv die antiken Städte Pompeji, Herculaneum und Stabiae am Golf von Neapel scheinbar für immer auslöschte.
Die Tragik dieses Ereignisses stellt auch für heutige Schülerinnen und Schüler gleichermaßen ein spannendes Kapitel römischer Geschichte und eine Verbindung zur Gegenwart dar.
Catherine Aitken
Geschichte vor Ort
Die Römerstadt Augusta Raurica – Pompeji nördlich der Alpen?
Wie beim Untergang von Pompeji endete auch die Blütezeit in Augusta Raurica mit einer natürlichen Katastrophe: Um 250 n. Chr. zerstörte ein Erdbeben große Teile der Stadt, die nie wieder aufgebaut wurden. Zugegeben, die archäologischen Zeugnisse von Augusta Raurica halten den Vergleich mit Pompeji nicht stand. Die Ruinen der Römerstadt bei Basel in der Schweiz sind trotzdem imposant und auch die Räume unseres Römerhauses laden zum Eintauchen in die Vergangenheit ein.