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INHALT

Ausgabe Februar
Heft 01/2007
Leider vergriffen!
Epochenjahr 1917 – Visionen für den Weltfrieden
Liebe Leserin, lieber Leser,
vor 90 Jahren ging der Erste Weltkrieg in das vierte Jahr. Der Stellungskrieg zermürbte Soldaten und Zivilbevölkerung beiderseits der Fronten. Frieden schien nicht in Sicht. Doch sollte 1917 zu einem entscheidenden Epochenjahr werden. Der Kriegseintritt der USA und die russische Oktoberrevolution veränder... mehr
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Gottfried Niedhart
Visionen von der „Einen Welt“
Machtpolitik und Ideologie im Epochenjahr 1917
Die universalhistorische Bedeutung des Jahres 1917 ist für den Bereich der internationalen Politik in vielerlei Hinsicht mit dem Epochendatum von 1789 zu vergleichen. Das Jahr markiert den Beginn des Kampfes der beiden für das Schicksal des 20. Jahrhunderts ausschlaggebenden Weltmächte um den alten Kontinent und ihre Ordnungsmodelle. Dabei verkörperten sich die östliche Vision von der Weltrevolution und die westliche Vision von der Freiheit in den Persönlichkeiten der jeweiligen Protagonisten Lenin und Wilson.
Christian Große Höötmann
Wilson versus Lenin?
Rekonstruktion eines "politischen Dialogs" im Jahre 1917
War das Ergebnis des Zweiten Weltkrieges ein Machtvakuum in Europa, so hinterließ der Erste Weltkrieg zunächst einmal ein Vakuum an Legitimität. Sowohl Wilson als auch Lenin als Protagonisten der Flügelmächte USA und Sowjetunion erhoben im Epochenjahr 1917 den Anspruch, dieses Vakuum mit ihren Visionen adäquat auszufüllen, um der Menschheit den ersehnten Frieden zu bringen.
3. Schulpraktisches Seminar Berlin-Pankow / Jörg Ziegenhagen
Amerika und Russland
Eine Prognose Alexis de Tocquevilles als Klausurvorschlag
Der französische Politiker de Tocqueville (1805-1859) verfasste nach einer Amerikareise in den 1830er Jahren eine Einschätzung über die zukünftige Entwicklung der USA und Russlands. Der Text eignet sich hervorragend, um – ausgehend vom Epochenjahr 1917 – die Vorhersagen über die weltpolitische Stellung der beiden Flügelmächte zu interpretieren. Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewältigung der Klausuraufgabe ist ein kompetenzorientierter Unterricht, der die historische Urteilsbildung in den Mittelpunkt stellt.
Holger Mannigel
„Lusitania“ und „totaler Krieg“
Etappen der Radikalisierung des Ersten Weltkriegs
Der Begriff und das Konzept des "totalen Kriegs" ist keineswegs ein Phänomen des Nationalsozialismus. Bereits im Ersten Weltkrieg wurden Ansätze dazu entwickelt. Die Versenkung der Lusitania 1915, die Mobilisierung der Heimatfront ab 1916 und die Wiederaufnahme des uneingeschränkten U-Boot-Krieges 1917 markieren Stationen dieses Phänomens. Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 können anhand der Materialien exemplarisch nachvollziehen, wie es zur Radikalisierung des Kriegs kam.
Georg Mondwurf
Neutralität oder Intervention?
Der Kriegseintritt der USA 1917 als Podiumsdiskussion
Der Eintritt der Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg wurde von einer scharfen Kontroverse begleitet. Anhand von vier Quellentexten sollen sich Schülerinnen und Schüler (Sek I/II) im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit den Beweggründen auseinander setzen. Sie prüfen Alternativen, hinterfragen Aussagen und erhalten einen unmittelbaren Eindruck von einer historischen Entscheidung, die für den Verlauf des 20. Jahrhunderts bestimmend war.
Friedemann Neuhaus
„Erlösung des Bodens“
Balfour-Deklaration und jüdische Einwanderung nach Palästina
Die Erklärung des britischen Außenministers Arthur James Balfour vom 2. November 1917 gehört zu den umstrittensten Dokumenten des 20. Jahrhunderts. Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I erarbeiten hier die Vorgeschichte, Motive und Wirkung dieses Versprechens. Sie erkennen, dass der Nahe Osten noch lange nicht befriedet ist und die Balfour-Deklaration der Ausgangspunkt eines wirklichen Jahrhundert-Konflikts darstellt.
Martin Habermann
Der (nicht) versiegelte Zug
Lenin, die deutsche Regierung und die Oktoberrevolution 1917
Noch im März des Jahres 1917 weilte Lenin - in großer Armut lebend - in seinem Schweizer Exil in Zürich. Er war der Kopf einer kleinen revolutionären Partei mit nur wenigen Anhängern. Acht Monate später hatte er die Herrschaft über 160 Millionen Menschen übernommen, die über ein Sechstel der bewohnten Erdoberfläche verfügten. Der vorliegende Unterrichtsvorschlag für die Sekundarstufe I oder II beschäftigt sich mit dem spektakulären Transfer Lenins von der Schweiz nach Petrograd und dessen Hintergründe und Folgen.
Tobias Stich
Das Ende der Saurier
Der Zusammenbruch der Vielvölkerreiche und die Hoffnung auf nationale Selbstbestimmung
In beinahe messianischem Eifer kündigte US-Präsident Woodrow Wilson bei Kriegseintritt der USA im Jahr 1917 an, das Selbstbestimmungsrecht der Völker zur Grundlage für die Nachkriegsordnung zu machen. In diesem Unterrichtsvorschlag untersuchen Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I, inwieweit dieses hehre Ziel in den ehemaligen Vielvölkerreichen Österreich-Ungarn und dem Osmanischen Reich umgesetzt wurde.
Uwe Lagatz
Der Sieg der proletarischen Diktatur
Ein Plakat als Medium eines Klausurvorschlags
Nach der Oktoberrevolution von 1917 erlebte die Plakatkunst in Sowjetrussland einen enormen Aufschwung. Wurden Plakate seinerzeit vor allem als Mittel für Agitation und Propaganda genutzt, können Schülerinnen und Schüler heute an Einzelbeispielen jener Quellen den Zeitgeist aufspüren und kritisch-konstruktiv hinterfragen.
Klausur Sek II
Klaus-Jürgen Bremm
AUF SPURENSUCHE: Propaganda statt Presse
Kriegsberichterstattung im Ersten Weltkrieg
Im Umgang mit der Presse zeigten sich alle Kriegsparteien einträchtig. Eine freie Berichterstattung gab es auf keiner Seite. Statt dessen wurde zensiert, verfälscht oder gar erfunden. Neue Gesetze und Presseämter sorgten für die "richtigen" Meldungen. Die Propaganda lief auf Hochtouren.