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INHALT

Ausgabe Dezember
Heft 06/2008
Leider vergriffen!
Weimarer Republik – Krise der Moderne
Liebe Leserin, lieber Leser,
vor 90 Jahren stürzte das Kaiserreich. Eines der spannendsten Kapitel der deutschen Geschichte begann: die Zeit der Weimarer Republik. Ihr war nur ein kurzes Leben vergönnt. „Geburtsfehler“, innen- wie außenpolitische Belastungen und die weltwirtschaftliche Lage machten den neuen Staat anfällig für Krisen. ... mehr
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Alfons Kenkmann
Die Weimarer Republik
„Hexenküche“ und Laboratorium der Moderne
Viele Erscheinungen, die mit unserer Lebenswelt verwoben sind oder um deren Impulse wir heute wissen, haben ihren Ursprung in kultur- und sozialgeschichtlichen Prozessen der 1920er Jahre. Ihre Analyse lässt die unterschiedlichen Gründe für das Scheitern der Republik aufscheinen und ermöglicht es, die Signatur der Moderne zu erschließen.
Thomas Körber
„Wir Negativen“
Kurt Tucholskys Republikkritik von links
Kurt Tucholsky (1890–1935) war der bekannteste und populärste Vertreter der Publizistik und des Journalismus in der Weimarer Republik. Sein umfangreiches und heterogenes Werk (Satiren, Glossen, Streitschriften, Gedichte, Romane) begleitete die erste deutsche Republik von ihrer Gründung bis zu ihrem ruhmlosen Untergang. Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 13 lernen an seinem Fallbeispiel exemplarische Kritikpunkte der linksintellektuellen Publizistik der Weimarer Zeit kennen und bewerten Tucholskys Wirken.
UE Sek I und Sek II
Klaus Fieberg
Defensive Demokraten
Der Streit um die Reichsfarben in der Weimarer Republik
Am Beispiel des Flaggenstreits um Schwarz-Weiß-Rot oder Schwarz-Rot-Gold lernen Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I einen politischen Konflikt kennen, der die Gemüter in den 1920er Jahren erhitzte. Die Kontroverse hatte am Scheitern der Republik einen nicht unerheblichen Anteil.
Christian Große Höötmann
Demographie als Schicksal
Generationen als Element der Weimarer Strukturkrise
Die Massenerwerbslosigkeit innerhalb der „überflüssigen“ Generation aller zwischen 1900 und 1914 Geborenen betraf Arbeiter- wie akademische Jugend gleichermaßen, prägte Sozialisationsmechanismen und Werthaltungen und beförderte eine strukturelle Verweigerungshaltung der Jugend gegenüber dem Staat von Weimar.
Holger Mannigel
Geißel des Taylorismus?
Die Verschärfung von Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit durch Rationalisierung und Fließbandarbeit
Die Kontroverse über die gesellschaftliche Modernisierung gewann in der Weimarer Republik in der Debatte um die Rationalisierung klare Konturen. Der Unterrichtsvorschlag eröffnet Schülerinnen und Schülern (Sek I/Sek II) einen Einblick in einen komplexen sozialen Wandlungsprozess, dessen Folgen bis in die Gegenwart reichen.
Tobias Stich
Der SA-Mann
Annäherungen an ein Erscheinungsbild der Krisenjahre
Abschreckend und beklemmend wirken die SA-Männer mit ihren grimmigen Gesichtern und in ihren Uniformen bis heute. Schülerinnen und Schüler (Sek. I) erörtern in diesem Unterrichtsvorschlag, was junge Männer in der Weimarer Republik in die Hitler-Bewegung trieb und warum sie sich als SA-Straßenkämpfer austobten.
(UE Sek I)
Beatrix Brüning
„Der Neger erobert Europa …“
„Amerikanisierung“ als Chiffre der Moderne
Im Bereich der Massenproduktion und des Massenkonsums hatten die USA zur Weimarer Zeit einen solchen Vorsprung, dass es zu einer Gleichsetzung von Modernisierungsprozessen mit „Amerikanismus“ kam. Am Beispiel der zeitgenössischen Rezeption der „Negermusik“ zeigen sich Abwehr und Faszination zugleich. Diese Wertungen lassen sich im Unterricht der Klassen 9 bis 12 anhand von Karikaturen und Kommentaren erschließen.
Silke Eilers
„Erobert den Film!“
Die Arbeiterbewegung und der Kampf um die neuen Medien
Die Zwanziger Jahre standen im Zeichen der neuen Medien Rundfunk und Film. Die Massen strömten in die Kinos. In diesem Unterrichtsvorschlag erarbeiten Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, welche Bedeutung die Arbeiterbewegung dem Film zumaß und welches Kulturverständnis sich damit verband.
(UE Sek II)
Martin Ganguly
FILM SPEZIAL
Brennpunkt Berlin
Zwischen Großstadtalltag und Amüsierkultur
Mit „Cabaret“, einem farbenfrohen Hollywood-Filmmusical von 1972, und „Menschen am Sonntag“, einem schwarz-weißen, halbdokumentarischen Stummfilm von 1929, stehen sich zwei Filme gegenüber, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Dennoch: beide sind Klassiker der Filmgeschichte. Sie werfen einen präzisen Blick auf die Kultur der Weimarer Republik, thematisieren Krisenphänomene ihrer Endphase und erlauben eine Diskussion über die Entwicklungen in der Moderne.
Karlheinz Lipp
DAS HAT GESCHICHTE GEMACHT
Ein kostbares Gut
60 Jahre „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“
Am 10. Dezember 1948 verabschiedeten die Vereinten Nationen die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“. Bis heute ist dieses Dokument ein beeindruckendes, humanitäres und universales Zeichen gegen Unrecht und Unterdrückung geblieben.