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INHALT

Caesar
Liebe Leserin, lieber Leser,
er gab den Namen für „Kaiser“ und „Zar“ und den Monat Juli, seinen Geburtsmonat. Seine Kalenderreform wirkt bis in die Gegenwart. Seine Aussprüche sind im Sprachgebrauch bis heute überliefert („veni, vidi, vici“, „alea iacta est“). Sprichwörtlich sind sein „Überschreiten des Rubikon“ oder seine Ermordung an... mehr
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Ernst Baltrusch
Caesar
Eine Karriere am Ende der Römischen Republik
Popular, Konsul, Diktator – Machtmensch, Getriebener, Vergebender. Hatte Caesar ein politisches Programm oder ging es ihm nur um Macht und Ruhm? Wollte er das Wesen der Republik mit seiner Diktatur retten oder als siegreicher Monarch in die Annalen eingehen? Die Antworten der Wissenschaft werden darauf, je nach Zeitgeist und Perspektive, vielfältig ausfallen. Caesar erlebte die Krise der Römischen Republik. Er ergriff in bestimmten Situationen die Initiative, um sich Macht zu sichern und dabei die Strukturprobleme anzupacken.
(Basisbeitrag)
Ulrich Baumgärtner
Ein genialer Staatsmann?
Historikerurteile über Caesar im Geschichtsunterricht
Im Fach Geschichte kommt dem Problemkreis der Urteilsbildung und der Entwicklung der historischen Forschung eine zentrale Bedeutung zu. Die Politik Caesars bietet einen guten Ansatzpunkt, die Entstehung von historischen Urteile und Historikermeinungen nachzuvollziehen und in den jeweiligen Zeitkontext einzuordnen. Dass dies nicht nur für Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe im Unterricht umgesetzt werden kann, zeigt der hier vorgestellte Ansatz.
UE/Mat Sek I/Sek II
Klaus Janssen
Caesars Konsulat
Eine Kraftprobe mit dem Senat
In dem Machtkampf, den Caesar in seinem Konsulat 59 v. Chr. mit dem Senat heraufbeschwor, zeigten sich sein ungewöhnlicher Ehrgeiz und seine politische Energie, mit der er seine und seiner Verbündeten Ziele rücksichtslos gegen die Senatsmehrheit durchzusetzen verstand. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 6 lernen zwischen den Inhalten und den Methoden seiner auf Konfrontation bedachten Politik zu unterscheiden.
UE Sek I
Klaus Jürgen Bremm
Im Land des Feindes
Eine dramatische Episode aus dem Gallischen Krieg
Dieser Unterrichtsvorschlag führt Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 6/7 mitten in den gallischen Aufstand des Jahres 52 v. Chr. In einer kombinierten Karten- und Textarbeit lässt sich die Brisanz der Situation erschließen, die Caesar nach Jahren der erfolgreichen Eroberungen in Gallien kaum für möglich gehalten hat.
UE Sek I
Matthias Dietze
„Alea iacta est!“
Das „Spiel“ mit der Republik
Caesars Überschreitung des Rubikon löste einen opferreichen Bürgerkrieg aus, an dessen Ende der Untergang der politischen Verfassung der Römischen Republik stand. Bevor Caesar all seine Zweifel an dem Vorhaben mit einem Spruch wegwischte, hielt er inne und bedachte noch einmal seinen Plan. An dieser Stelle sollen auch die Schülerinnen und Schüler (Klasse 6/7) innehalten, um zu erkunden, was Caesar zu dem verhängnisvollen Schritt veranlasst hat und welche Ziele er verfolgte.
UE Sek I
Claudia Tatsch
„Veni, vidi, vici“
Caesar – ein Feldherr der „schnellen Erfolge“?
Caesars übertrieben positive Selbstdarstellung in den „Commentarii“ zum Bürgerkrieg und seine Abwertung der Gegner provozierten schon die Zeitgenossen. Sie fordern erst recht im heutigen, multiperspektivischen Unterricht dazu heraus, sie auf den Prüfstand zu stellen. Die Quellenlage ist gut geeignet, um das geschichtskritische Bewusstsein von Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klasse zu fördern. Außerdem bietet sie die Möglichkeit, verschiedene grundlegende Arbeitstechniken des Fachs binnendifferenziert zu üben, denn es stehen unterschiedliche Quellengattungen zur Verfügung.
UE Sek I/Mat. Sek II
Michael Mause
„Clementia Caesaris“
Caesar und seine Gegner im Bürgerkrieg
Als Caesar den abgetrennten Kopf seines Hauptkontrahenten Pompeius sah, soll er – so berichtet es Plutarch – geweint haben. Vielleicht tat er dies, weil er seinen ehemaligen Weggefährten auch hätte begnadigen wollen? Schon nach seinem ersten Sieg im Bürgerkrieg unterstrich Caesar für viele Zeitgenossen völlig überraschend seine Versöhnungsbereitschaft. An ausgewählten Beispielen kann eine Klasse 6 in Partner- und Gruppenarbeit Caesars Clementia-Politik ausloten und dabei seine Gegner im Bürgerkrieg kennen lernen.
UE Sek I/Mat. Sek II
Klaus Fieberg
An den Iden des März
Caesars Ermordung im Spiegel narrativer Historienbilder
Das tödliche Attentat auf Caesar inspirierte Schriftsteller wie Künstler. Der Unterrichtsvorschlag für die Sekundarstufe I stellt das Historienbild von Carl Piloty in den Zusammenhang antiker Geschichtsschreibung und kontrastiert es mit einem weiteren Gemälde des Ereignisses von Jean-Léon Gérôme. Methodisch werden verschiedene Varianten von einem stärker analytisch geprägten Zugang bis zu handlungsorientierten Verfahren berücksichtigt.
UE Sek I/Mat. Sek II
Michael Parak
PRAXIS INFO
Brücke nach Polen
Fortbildungen und Klassenfahrten zur deutschen Vergangenheit und polnischen Gegenwart in Schlesien
Das Schlesische Museum zu Görlitz und die dort angesiedelte Stelle des Kulturreferenten für Schlesien bieten vielfältige Bildungsangebote zur deutsch-polnischen Geschichte. Ein Teil des Programms ist speziell für historisch orientierte Klassenfahrten konzipiert. Eine Reise nach Görlitz lohnt aber nicht nur deshalb. Die Renaissancestadt in der ehemaligen preußischen Provinz Niederschlesien lockt durch ein beeindruckendes historisches Stadtbild und zahlreiche Kulturdenkmäler. Und auch das deutsche, polnische und tschechische Umland der Europastadt hat kulturell und landschaftlich viel zu bieten.
Rainer Brieske
UNTERRICHTS-PRAXIS GESCHICHTE
Folge 9: Klausuren-Evaluation
Schülerinnen und Schüler bereiten sich auf Klausuren vor
Wolfgang Bickel
AUF SPURENSUCHE: Vercingetorix’ Ende
Der Brauch des Menschenopfers im römischen Triumphzug
Die fixe Vorstellung von der Überlegenheit der (römischen) „Zivilisation“ gegenüber der (keltisch-germanischen) „Barbarei“ führt dazu, dass archaisch-„barbarische“ Züge nicht wahrgenommen oder verdrängt werden. So wird selten benannt, dass sich das Weiterleben des Archaischen auch in einem Triumphzug Caesars zeigt. Der sonst durch seine „clementia“ – Milde und Begnadigungspraxis – bekannte Feldherr und Diktator ließ den in Alesia unterworfenen Gallierfürsten Vercingetorix nach sechsjähriger Haft und unmittelbar nach Vorführung im Triumphzug erdrosseln.