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INHALT

Imperialismus
Liebe Leserin, lieber Leser,
im Jahr 1904 veröffentlichte die Berliner Illustrierte Zeitung das Foto der Familie des Ortsvorstehers und Farmers Willi Cain aus Südwestafrika (Titel). Zu diesem Zeitpunkt lebte Cain nicht mehr. Der Sohn eines weißen Siedlers und einer Schwarzen war erschossen worden. Der Täter: Schutztruppenleutnant Prinz... mehr
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Jürgen Osterhammel
Imperialismus
Die Widersprüche europäischer Weltherrschaft
Noch am Vorabend des Zweiten Weltkriegs standen fast ganz Afrika, Indien, sämtliche Länder Südostasiens (mit der Ausnahme Thailands) sowie die meisten Inseln der Karibik unter kolonialer Fremdherrschaft. Dreißig Jahre später war diese koloniale Präsenz bis auf geringe Reste verschwunden. Damit endete eine lange Epoche der europäischen Expansion, die in den vier Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg ihren Höhepunkt erreicht hatte. Bis heute sprechen deshalb manche Historiker von einem „Zeitalter des Imperialismus“ (ca. 1875–1914).
(Basisbeitrag)
Markus Bernhardt/Stefanie Schneider
Imperialismus
Didaktische Überlegungen (mit Arbeitsbogen)
Der Imperialismus ist ein zentrales Thema in den Lehr- und Bildungsplänen. Der Schwerpunkt dieser
Praxis Geschichte-Ausgabe enthält nicht nur den Vorschlag für ein Gruppenarbeitsverfahren
in der Sekundarstufe I und setzt zugleich inhaltliche Akzente mit Blick auf die verbindlich vorgeschriebenen Themen des Zentralabiturs.
Jan Sonnemann
Das Juwel in der Krone
Großbritanniens koloniale Herrschaft in Indien
Als „Juwel in der Krone Englands“ bezeichnete der britische Premierminister Benjamin Disraeli 1872 die Kolonie Britisch-Indien. Historiker sind sich heute darin einig, dass die Kontrolle des Subkontinents von zentraler Bedeutung für das britische Weltreich war. Schülerinnen und Schüler (Sek. I optional Sek. II) erörtern im vorliegenden Unterrichtsvorschlag die Kolonialpolitik Großbritanniens auf dem indischen Subkontinent und deren bis heute andauernde Wirkung.
UE Sek I/Materialien Sek II
Stefan Kirstätter
Die Trikolore in Afrika
Die französische Herrschaft in Algerien
Die französische Kolonialisierung großer Teile Nordafrikas Mitte des 19. Jahrhunderts wirkt bis heute nach. Algerien als Staat erhielt seine Ausformung in der „Besiedlung“ durch Frankreich und bildete sein Nationalbewusstsein im Kampf gegen die Kolonialmacht zunächst einmal ex negativo aus. Schülerinnen und Schüler erörtern in diesem Unterrichtsvorschlag den Weg Algeriens zur Siedlungskolonie, die koloniale Herrschaftspraxis der Franzosen und deren Folgen.
UE Sek I/Materialien Sek II
Sönke Jaek
In der „Lüderitzschen Sandbüchse“
Die deutsche Kolonialherrschaft in Südwestafrika
„Die deutsche Herrschaft ist eine mörderische, verderbende.“ Das Urteil des Herero-Häuptlings Kamaharero (ca. 1820–1890) über die deutsche Schutzherrschaft in Südwestafrika sollte sich ab 1890 grässlich bewahrheiten. Mit welchen Mitteln das nach imperialem Prestige strebende Deutsche Reich welche Interessen in der „Siedlungskolonie“ Südwestafrika verfolgte, ist Gegenstand dieses Unterrichtsvorschlages.
UE Sek I/Materialien Sek II
Amrei Stupperich
Hinterhof oder Vorgarten?
Amerikanischer Imperialismus in Kuba
Nicht erst seit dem Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien 1898 war Kuba im Blickfeld US-amerikanischer Interessen. Schülerinnen und Schüler ermitteln in diesem Unterrichtsvorschlag die Ursachen für das amerikanische Interesse an Kuba und erschließen die Strukturen der imperialen Politik der USA gegenüber der Nachbarinsel.
UE Sek I/Materialien Sek II
Volker Schult
„Kolonie niederer Stufe“
Das halbkoloniale China am Ende des 19. Jahrhunderts
Der chinesische Revolutionär Sun Yat Sen bezeichnete sein Heimatland um 1900 als „eine Kolonie niederer Stufe“ und zeigte damit die besondere Situation Chinas auf. In dieser Gruppe erarbeiten Schülerinnen und Schüler (Klasse 8/9) die in China betriebene Sonderform des Imperialismus und ihre nachhaltige Wirkung bis in die Gegenwart.
UE Sek I/Materialien Sek II
Nils Ackerhans
„Scramble for Africa“
Britischer Imperialismus in Afrika (bilingual)
Für das Empire wurde ab 1870 die Kontrolle über den Suezkanal immer bedeutender, half dies doch bei der Sicherung des Seeweges nach Indien. Es entstand der Plan, ein britisches Kolonialgebiet vom Kap bis Kairo zu schaffen. Schülerinnen und Schüler (Sek II) erarbeiten in dieser Gruppenarbeit die Motive des britischen Imperialismus in Afrika und analysieren die Annexionspolitik an einem Fallbeispiel.
UE Sek II
Klaus Burghardt
‚Den Japaner auf Trab halten’
Imperialismus in Asien – ein bilingualer Klausurvorschlag
In den 1930er Jahren nutzte die neue Großmacht Japan die Gunst der Stunde: In China tobte ein Bürgerkrieg zwischen Guomindang und Kommunisten. In dieses Machtvakuum stießen die Japaner aggressiv vor, eroberten und annektierten Territorien im Osten Chinas. Schülerinnen und Schüler der Oberstufe behandeln in der hier konzipierten Klausur die komplexen japanisch-chinesischen Beziehungen in den 1930er und 1940er Jahren und deren koloniale Strukturen.
Materialien Sek II
Carolin Hipp/Alexander Sewohl
AUF SPURENSUCHE: Osttimor
Eine der letzten Kolonien und ihr Weg in die Unabhängigkeit
Osttimor wurde am 20. Mai 2002 als erster Staat im 21. Jahrhundert von der Internationalen Gemeinschaft in die Unabhängigkeit entlassen. Durch die Vereinten Nationen auf dieses Ereignis vorbereitet, konnte die Bevölkerung Osttimors eine lange Zeit der Fremdherrschaft und Unterdrückung – erst der Portugiesen, dann der Indonesier – endgültig hinter sich lassen.
Martin Ganguly
FILM SPEZIAL: Des Kaisers neue Kleider
Bernardo Bertoluccis China-Epos „Der letzte Kaiser“
Bernardo Bertolucci gelang es 1987, eines der ganz großen epischen Historiendramen der Filmgeschichte auf die Leinwand zu bringen. Dieses zeitlose Meisterwerk erzählt mehr als nur die Geschichte des Pu Yi, des letzten Kaisers von China. Es erzählt in grandiosen Bildern die Geschichte eines der größten Länder der Welt.