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INHALT

Nationalsozialistische Herrschaft
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Tornister waren bereits gepackt, die Stahlhelme poliert, Schwarz und Braun die neuen Farben unter der Hakenkreuz-Flagge. Als am 15. September 1935 SA- und SS-Verbände ihren Appell im Nürnberger „Luitpold-Hain“ im Rahmen des alljährlichen Reichsparteitages der NSDAP abhielten (Titel), war das nationalsoz... mehr
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Michael Kißener
Die braune Diktatur
Nationalsozialistische Herrschaft 1933–1945
„Verführung und Gewalt“ sind zwei wichtige Strukturmerkmale nationalsozialistischer Herrschaft, die bei der Behandlung des Nationalsozialismus im Unterricht wichtig sind. Doch reicht das aus, um das so genannte „Dritte Reich“ zu verstehen? Die fachliche Diskussion hält an, und am Ende bleibt immer ein Stück „Niemandsland des Verstehens“ (Dan Diner) übrig.
(Basisbeitrag)
Ulrich Baumgärtner
Zwischen Betroffenheit und Erkenntnis
Didaktische Überlegungen (mit Strukturschema zur NS-Herrschaft)
Didaktische Überlegungen zur Behandlung der NS-Herrschaft im Geschichtsunterricht
Holger Viereck
Der Fall Bolz
Gleichschaltung und Aufhebung der Gewaltenteilung – Das Beispiel Württemberg
Die Nationalsozialisten zerschlugen mit der Gewaltenteilung und dem Föderalismus schon im Frühjahr 1933 zwei Grundpfeiler der Weimarer Demokratie. Dazu gehörte auch die Entmachtung der gewählten Landesparlamente. In diesem Unterrichtsvorschlag erarbeiten Schülerinnen und Schüler der Klassen 9/10 anhand der württembergischen Landesregierung und ihres Staatspräsidenten Eugen Bolz, wie es zur Gleichschaltung der Länder kam.
(UE Sek I/Material Sek II)
Michael Brabänder
Der „Führer“ auf Sammelbildern
Die Festigung des Hitler-Mythos durch Bildpropaganda
Sammelbilder waren seit dem späten 19. Jahrhundert über Jahrzehnte hinweg ungeheuer populär. Die Nationalsozialisten entdeckten in ihnen schon bald nach der „Machtübernahme“ ein ideales Medium für die Verbreitung des Hitler-Mythos und ihrer Ideologie. Schülerinnen und Schüler der Klassen 9/10 analysieren in diesem Stundenvorschlag Sammelbilder. Sie erfahren, wie die NSDAP ihre Herrschaft im Alltagsleben über die Konsumentenkultur zu festigen suchte.
(UE Sek I/Material Sek II)
Christian Peters
„Triumph des Willens“
Herrschaftssicherung durch symbolische Inszenierung
Die zwischen 1933 und 1938 alljährlich in Nürnberg veranstalteten und sorgfältig choreografierten Reichsparteitage waren der Höhepunkt nationalsozialistischer Festkultur und Selbstdarstellung. Auf der Basis von Stand- und Szenenfotos aus dem Film „Triumph des Willens“ erschließen Schülerinnen und Schüler (Sek. I) exemplarisch die Herrschaftssicherung durch diese Art der symbolischen Inszenierung von „Führerkult“ und „Volksgemeinschaft“. Dazu ziehen sie Kriterien der Filmanalyse heran.
(UE Sek I/Material Sek II)
Rüdiger Hachtmann/Rainer Brieske
Zwischen Repression und Aussicht auf Urlaub
Die Arbeiterschaft in den Fängen der Deutschen Arbeitsfront
Die deutsche Arbeiterbewegung und ihre Organisationen, die Gewerkschaften und Arbeiterparteien, fanden im NS-Staat ihr vorläufig trauriges Ende. Im Zentrum nationalsozialistischer Politik gegenüber der Arbeiterschaft stand dabei die Deutsche Arbeitsfront (DAF). Mit einem System aus Entmachtung und Verlockung suchte sie, die Werktätigen für das neue Regime zu gewinnen.
(Material Sek II)
Peter Mierau
Der NS-Parteifunktionär von nebenan
Das Phänomen „Blockwart“ im Geschichtsunterricht
Der „Blockwart“ verkörperte seinerzeit die direkte und mehr oder minder offen zur Schau getragene Einflussnahme der NSDAP auf den Alltag der Zeitgenossen. Wie sich diese vollzog und welche Aufgaben den nachbarschaftlichen Funktionären zukamen, erarbeiten Schülerinnen und Schüler (Sek I) in diesem Vorschlag. Sie untersuchen dazu NS-Schriftgut, Zeitzeugenberichte und Entnazifizierungsakten.
(UE Sek I/Material Sek II)
Wolfgang Woelk
„Bereichert euch!“
Die „Arisierung“ jüdischen Eigentums im NS-Staat
Als „Arisierung“ betrieben die Nationalsozialisten ab 1933 systematisch die Zwangsenteignung jüdischer Bürger zugunsten von Nichtjuden und zugunsten der Staatskasse. Schülerinnen und Schüler (Sek I und II) erörtern anhand perspektivisch verschiedener Quellengattungen die ökonomische Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung als einen wesentlichen Bestandteil der nationalsozialistischen Judenverfolgung.
(UE Sek I/Material Sek II)
Christoph Hamann
DAS KANONISCHE FOTO: „Hier war das Herz von Auschwitz“
Das Foto von der Selektion in Auschwitz-Birkenau (1944)
Was vom Holocaust erinnert wird, hängt vor allem von den Texten ab, die diesen Ereignissen heute Gestalt geben. Dabei sollte der Textbegriff nicht allzu eng aufgefasst werden, denn Quellen und Darstellungen sind nicht nur sprachlicher, sondern eben auch visueller Natur.
Michael Schröders
GESCHICHTE VOR ORT: Die Ordensburg Vogelsang
Herrschaftssicherung durch weltanschauliche Elitebildung
Die noch andauernde Konversion der zwischen 1934 und 1941 nur unvollständig erbauten Ordensburg Vogelsang in der Eifel wirft Fragen nach Inhalten und Wirkungen der nationalsozialistischen Elitebildung auf. Der Ort soll zu einem Nationalparkzentrum, aber auch zu einem international ausstrahlenden Bildungs- und Dokumentationszentrum entwickelt werden.
Hans-Gerd Jaschke
AUF SPURENSUCHE: Braune Wurzeln
Das Bundeskriminalamt vor und nach 1945
Im Sommer und Frühherbst 2007 hat das Bundeskriminalamt (BKA) in drei öffentlichen Kolloquien seine nationalsozialistische Vorgeschichte und das Nachwirken in der Frühzeit der Bundesrepublik dokumentiert und diskutiert. Nach Jahrzehnten des Beschweigens und Beschönigens werden nun kritische Aspekte der Polizeigeschichte aufgegriffen.
Jochen Zellner
PRAXIS INFO: Erinnerung an den Terror
Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Mit der Eröffnung einer neuen Dauerausstellung im Juli 2007 rückte die Gedenkstätte Flossenbürg den Blick verstärkt auf die Einzelschicksale der Gefangenen. Durch diesen biografischen Ansatz treten die Häftlinge nicht mehr als Nummern auf, sondern werden in ihrem Lebenszusammenhang dargestellt.