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Ausgabe Oktober
Heft 05/2009
Leider vergriffen!
Friedliche Revolution 1989 – Das Ende der DDR
Liebe Leserin, lieber Leser,
„40 Jahre sind wir froh – DDR mach weiter so!“ – diese Parole mochte im Herbst 1989 kaum noch ein DDR-Bürger skandieren. Zu erdrückend war die Krise des „real existierenden Sozialismus“. Leiteten die Sowjetunion und Ungarn erste Reformen und damit das Ende des Kommunismus ein, verharrte die Politbürokratie ... mehr
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Hermann Wentker
Die Friedliche Revolution von 1989/90
Ursachen, Verlauf, Ergebnis
Niemand erwartete Anfang 1989 den Untergang der DDR in einer Revolution und im Anschluss daran die deutsche Einheit. Beide Ereignisse waren zwar Glücksfälle für die deutsche Geschichte, jedoch handelte es sich dabei um mehr als nur um eine Verkettung zufälliger, glücklicher Umstände. Im Rückblick ist deutlich zu erkennen, dass aufgrund äußerer und innerer Faktoren diese Entwicklung mit einer gewissen Zwangsläufigkeit ablief.
Tino Strempel
Rechtsruck im Gepäck?
Friedliche Revolution und Rechtsextremismus
Im „antifaschistischen Staat“ DDR zeigten sich bereits in den 1980er Jahren rechtsextreme und neonazistische Tendenzen unter Jugendlichen. Warum gab es dafür einen „fruchtbaren Boden“? Warum entlud sich dieser Rechtsextremismus während der Friedlichen Revolution und danach in Ostdeutschland besonders stark? Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 bis 13 diskutieren hier die Erscheinungsformen und Ursachen des Neonazismus 1989/1990.
(UE Sek I/Sek II)
Ulrike Wasser
Opposition braucht Organisation
Die Bürgerbewegung in der DDR
Neben den Friedenskreisen und Menschenrechtsgruppen waren sie die Wiege der Oppositionsbewegung in der DDR: die so genannten Umweltgruppen. Sie organisierten sich wie auch ein Teil der Friedensaktivisten mit Unterstützung der Kirchen. Wie sich die oppositionellen Gruppen in der DDR herausbildeten, welche Ziele sie verfolgten und wie sie auf die Friedliche Revolution reagierten, erarbeiten Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 bis 12.
(UE Sek I/Sek II)
Katrin Herzig
„WIR SIND DAS VOLK“
Die Entscheidung fällt in Leipzig
Die Montagsdemonstrationen im Herbst 1989 sind beispielhaft für den friedlichen Umsturz in einem sozialistischen Staat. Nach 40 Jahren revoltierte eine große Zahl von Bürgern der DDR gegen die SED-Führung und forderte politische und ökonomische Reformen. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 vollziehen in diesem Unterrichtsvorschlag die entscheidenden Ereignisse des Umbruchs während der Leipziger Montagsdemonstration vom 9. Oktober 1989 nach.
(UE Sek I/Materialien Sek II)
Gert Mengel
„Frieden schaffen ohne Waffen“
Rainer Eppelmann: Pazifist – Bausoldat – Pfarrer – Minister
Wer an die Bürgerrechtler der DDR denkt, stößt auch auf den Berliner Theologen Rainer Eppelmann (geb. 1943). Er gilt noch heute als einer der bedeutenden Oppositionsführer und Politiker der Wendezeit. Seine Biografie verdeutlicht die Rolle der DDR-Friedensbewegung für die Formierung der Opposition in den 1980er Jahren. Für Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 bis 13.
(UE Sek I/Sek II)
Joachim Gebhardt/Wolfgang Hammer
LebensWENDEn
„Es war nicht alles schlecht – und nicht alles gut!“
Für Menschen in der DDR wirkte die Zukunft im Herbst 1989 berechenbar. In der gesellschaftlichen Ordnung kannte jeder seinen Platz, akzeptierte übliche Vorgehens- und Verhaltensweisen und lebte mehr oder weniger glücklich in einem Mängelwirtschaftssystem. Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 13 analysieren in Gruppenarbeit Zeitzeugeninterviews ehemaliger DDR-Bürger und ermitteln unterschiedliche Sichtweisen auf das Leben in der DDR und nach der deutschen Vereinigung.
(UE Sek I/Sek II)
Ulrich Bongertmann
Irrtum – Inszenierung – Illusion?
Mythen zur Friedlichen Revolution von 1989/90
Unerwartete und herausragende Ereignisse wie die Friedliche Revolution erzeugen politische Mythen. Im Umgang mit geschichtlichen Darstellungen gehört die Aufklärung historischer Mythen und Legenden schon immer zu den Aufgaben des Geschichtsunterrichts. Sind Historiker in der Lage, diese aufzuklären? Drei Fälle werden hier von Schülerinnen und Schülern der Klassen 10 bis 13 erörtert.
(UE Sek I/Sek II)
Ursula Gehrmann-Willert
Kalt erwischt!
Zum Umgang mit Friedlicher Revolution und deutscher Einheit
Niemand sah die deutsche Einheit in den 1980er Jahren kommen: weder die westdeutschen Parteien noch die Nachbarstaaten oder die Alliierten. Sie traf alle unvorbereitet. Viele hatten sich mit dem Beharren der SED-Herrschaft im Schutz der Sowjetmacht abgefunden. Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 bis 13 erörtern hier, wie sich viele Politiker auch nach dem Mauerfall nur langsam auf die neuen Verhältnisse umstellten.
(Materialien Sek I/Sek II)
Martin Ganguly
Die zwei Leben der Rita Vogt
Der Film „Die Stille nach dem Schuss“
Volker Schlöndorff erzählt Ausschnitte aus der Geschichte beider deutscher Staaten, vermittelt über die kaum bekannten Biografien von Mitgliedern der bewaffneten westdeutschen Terrorismusbewegungen (RAF, „Bewegung 2. Juni“), die in der DDR Exil gefunden haben. Im Zentrum der Geschichte steht die fiktive Figur Rita Vogt, die ihre Vorstellungen von Revolution gegen eine neue Identität und ein kleinbürgerlich-sozialistisches Leben eintauscht. Das gelingt jedoch nur bis zur Wende.
Uwe Lagatz
„Wo wir sind ist vorn…“
Politische Witze als Quellen zur DDR-Geschichte
Politische Witze hatten in der DDR allzeit Konjunktur. Ob in den 1950er Jahren oder im Herbst 1989, ob auf der Baustelle, im Büro, bei einer Familienfeier oder am Rande der Parteiversammlung und selbst in den Lehrerzimmern – immer wieder wurden diese spaßigen Texte mündlich vorgetragen und erheiterten ihr Publikum. Sie boten Gelegenheit, sich in der Regel ungestraft über gesellschaftliche Missstände zu amüsieren und dabei Frustrationen abzubauen.