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Wehrmacht und Vernichtungskrieg
Historiker und Pädagogen, u. a. des Bundesarchivs-Militärarchivs Freiburg (Gerd R. Ueberschär), des Max-Planck-Instituts für Geschichte Göttingen (Alf Lüdtke) oder auch des Fritz-Bauer-Instituts zur Geschichte und Wirkung des Holocaust Frankfurt a. M. (Gottfried Kößler), thematisieren die konkrete (Mit-)Verantwortung der Wehrmacht für die Vernichtu... mehr
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Wigbert Benz
Wehrmacht und Vernichtungskrieg
Zusammengeführt werden Erkenntnisse zur Planung und Durchführung des Vernichtungskrieges mit dessen Rezeption in der deutschen Nachkriegsgesellschaft bis heute.
Dieter Gaedke
"Herz verschließen gegen Mitleid"
Zur Verantwortung der Wehrmacht für die Verbrechen in Polen
Nach dem Willen Hitlers stand bei dem Überfall auf den Nachbarstaat im Osten nicht die Eroberung von
Land, sondern die „Vernichtung Polens“ im Vordergrund. An der Ermordung unschuldiger Zivilisten waren Wehrmachtsangehörige als
Mitwisser, Komplizen und Täter beteiligt. Kritische Äußerungen und Proteste von militärischer
Seite gegen die Greueltaten der SS und Polizei blieben Ausnahmen. Die Behauptung, die Wehrmacht sei „sauber“ geblieben, erweist sich
auch bei einer Untersuchung der Kriegsverbrechen in Polen als Legende.
Wigbert Benz
Die 6. Armee und 90 Kinder in Bjelaja Zerkow
Die Wehrmacht vor Stalingrad
Bis heute wird mit der 6. Armee der Opfermythos der Schlacht bei Stalingrad assoziiert. Dabei gerät aus dem Blick, daß die 6. Armee auf dem weiten Vormarsch bis Stalingrad als Vollstrecker der Eroberungs und Vernichtungspolitik des
NS-Regimes fungiert hat. Insbesondere ihre Rolle bei der Ermordung der jüdischen Bevölkerung erscheint unzureichend thematisiert.
Siegfried Frech
"Serbien ist judenfrei!"
Der Genozid an Juden, Sinti und Roma in Serbien
Als im April 1941 der jugoslawische Staat zerschlagen wurde, lebten im besetzten Serbien etwa 17 000 Juden. Ein Jahr später war Serbien „judenfrei“ – so der Wortlaut der Vollzugsmeldung nach Berlin im Frühjahr 1942.
Durchführung des Holocaust als angebliche "Partisanenbekämpfung" im "Mikrokosmos" Serbien durch Wehrmachtstruppen.
Rosemarie Papadopoulos-Killius
"Ich wollte mithelfen, den Krieg zu töten."
Russische Frauen erleben den Krieg
Als die Deutsche Wehrmacht ohne Kriegserklärung
am frühen Morgen des 22. Juni 1941 in die Sowjetunion einfiel, wußten die sowjetischen Frauen zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wie sie diesen Krieg erleben und überleben werden. Viele von ihnen sollten sich mit wachsender Dauer und Brutalität des Krieges freiwillig an die Front melden. Als aktive Kämpferinnen oder als Mitarbeiterinnen
im Sanitätsdienst griffen sie mit großem
Engagement ins Geschehen des Großen
Vaterländischen Krieges ein.
Christian Streit
"Viele 10 Millionen Menschen werden überflüssig"
Die Ermordung sowjetischer Zivilisten und Kriegsgefangener
UE Sek I/II
Gottfried Kößler
Bilder und ihre Wirkungen
Die Ausstellung "Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944" und ihre Einbindung in den Unterricht
Gerhard Paul
Feigheit oder Widerstand?
Desertation in der deutschen Wehrmacht
Trotz rigoroser Strafandrohungen entzogen sich weit mehr als hunderttausend deutsche Soldaten
während des Zweiten Weltkrieges individuell oder gemeinschaftlich, heimlich oder öffentlich, geplant
oder spontan dem Kriegsgeschehen. Mehr als 20 000 von ihnen ließ die NS-Wehrmachtgerichtsbarkeit hinrichten. Damals wie heute galten und gelten die Deserteure der
Wehrmacht als „Feiglinge“ und „Vaterlandsverräter“. Erst in der Gegenwart zeichnet sich ein gesellschaftlicher Meinungswandel ab.
Jakob Knab
Geschichte vor Ort
Traditionspflege: die falschen Helden der Bundeswehr
Es führt einWeg vom Kult um die toten Kriegshelden
der Wehrmacht zur landläufigen Traditionspflege
der Bundeswehr. Heldenkult und Traditionspflege sind heldenmütige und ehrenhafte Darstellungen von Geschichte. Heldenverehrung finden wir in allen Kulturen. Der Held ragt aus der Menge der gewöhnlichen Menschen heraus. Die größte Heldentat besteht darin, sein Leben für das Volk zu wagen und zu opfern. Legendenbildungen zu Wehrmachtsgenerälen am Beispiel der Protagonisten soldatischen "Heldentums" Dietl und Rommel.
Rosemarie Papadopoulos-Killius
Auf Spurensuche
Der "Sieg der Kühnsten"
Die deutsche Wehrmacht auf Kreta
Was geschah zwischen 1941 und 1945 auf Kreta?
Dieser Beitrag informiert über ein kaum bekanntes Kapitel des Zweiten Weltkrieges: über den Einsatz der deutschen Wehrmacht auf der heutigen
Urlaubsinsel Kreta, wo es – wie an allen Fronten –
zwar Täter und Opfer gab, die Zivilbevölkerung jedoch sehr großes Leid erfahren mußte. Beides, Schauplätze der menschenverachtenden
Wehrmachtsaktionen und Leid der Menschen, sind (fast) in Vergessenheit geraten.
Gerd R. Ueberschär
Das hat Geschichte gemacht
Wehrmachtsgenerale vor Gericht
Die Nürnberger Prozesse gegen Kriegsverbrechen
Für die betroffenen Generale und Admirale geschah nach der Kapitulation im Mai 1945 Ungeheuerliches: Als Spitzenmilitärs mit höchsten Dienstgraden und Rängen saßen sie nun vor alliierten Richtern auf den gleichen Anklagebänken
wie jene NS-Verbrecher, deren Terrorhandlungen
sie in der Zeit des Nationalsozialismus teilweise ablehnend beobachtet oder auch kritisiert, während der Kriegszeit aber auch durchaus unterstützt hatten.